Viel zu schön zum Anknabbern! DIY-Lebkuchenhaus – ein selbstgemachter Klassiker

Wir lieben Selbstgemachtes! Und noch mehr, wenn man es essen kann – und es schmeckt. Unser Lebkuchenhäuschen ist einfach zu machen, lässt sich wunderbar schmücken und nach ein paar Tagen genussvoll verspeisen. Mit ein wenig Geschick und Ideenreichtum ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Heute lasse ich euch an unserem Weihnachtsritual teilhaben, ein Familien-Highlight, auf welches sich meine Tochter jedes Jahr freut. Hier mein ganz persönliches Rezept zum Nachbacken!

Teigrezept für Platte und Häuschen:

Zutaten:

  • 250 g Honig
  • 250 g Zucker
  • 175 g Butter oder Margarine
  • 500 g + 100 g Mehl
  • 1 Pck. Lebkuchengewürz
  • 1 Ei
  • 1 gestr. Teelöffel Pottasche
  • 3 Essl. Rum oder Wasser
  • evtl. 1 gestr. Essl. Kakaopulver

Den Honig mit dem Zucker und der Butter in einem Topf unter ständigem Rühren erhitzen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Abkühlen lassen. Zuerst 500 g Mehl und die Gewürze unter die Masse schlagen, am besten mit den Knethaken des Handrührgerätes, bis ein glatter, fester Teig entsteht. In einer Tasse die Pottasche mit dem Rum oder Wasser glattrühren. Mit dem Ei ebenfalls unter die Teigmasse kneten. Nun nach und nach so viel Mehl hinzufügen und unterkneten, dass ein sehr fester Teig entsteht. Er darf nicht kleben. Achtung: sollte das Handrührgerät zu ächzen anfangen, bitte mit einem stabilen Kochlöffel weiterkneten
(totaler Körpereinsatz, kostenloses Workout inklusive 🙂 ). Nach Belieben mit dem Kakao etwas dunkler färben. Die Schüssel mit Folie abdecken und zwei Tage kühl stellen. Der Teig muss ruhen.

In der Zwischenzeit Schablonen aus einem stabilen Karton schneiden: Wir benötigen ein Quadrat von ca. 25 x 25 cm für die Bodenplatte, zwei Rechtecke von ca. 10 x 17 cm für das Dach, zwei Dreiecke von ca. 16 cm Schenkellänge für die Hauswände.

  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  • Den Teig portionsweise auf ein wenig Mehl etwa 0,5 cm dick ausrollen.
  • Schablone von Bodenplatte auflegen und mit einem spitzen Messer ausschneiden.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Umluft, mittlere Schiene, 15 – 18 Minuten backen. Der Teig sollte nicht zu dunkel werden, sonst bricht er leicht.
  • Nun sind die Rechtecke dran: beim Dach kann man auf einer Seite ein kleines, rechteckiges Fenster ausschneiden, aus diesen Stücken Klappläden formen, die später nach dem Backen mit Zuckerguss wieder angesetzt werden.
  • Die Dreiecke für die Hauswände werden genauso behandelt, hier kann man für die Vorderseite eine Haustür und ein Guckloch ausschneiden. Aus dem restlichen Teig Figuren oder Tannenbäumchen oder Ähnliches formen.
  • Alles backen und auskühlen lassen.

Sind die Kanten der Bodenplatte und des Häuschens nicht ganz gerade bekommt euer Kunstwerk den richtigen Hexenhaus-Charakter: schön urig.

Zuckerguss und Süßigkeiten zum Verzieren

Alles kann, nichts muss! Beim Verzieren ist alles erlaubt, was schmeckt und schön aussieht. Bis auf die Märchenfiguren Hexe, Hänsel und Gretel, die Lichterkette und die Watte (welche den Rauch darstellt) sollte alles verputzt werden dürfen. Also legt einfach los mit euren Lieblings-Süßigkeiten, hier darf es ruhig etwas mehr sein.
Zum Zusammenbauen und Verkleben des Lebkuchenhauses braucht ihr Klebstoff in Form von Zuckerguss. Hier ein Rezept für den weltbesten Bau-Zuckerguss, welcher absolut standfest und leicht zu verarbeiten ist:

  • 400 g Puderzucker
  • 2 Eiweiß
  • ca. 3-4 Essl. Zitronensaft

Das Eiweiß mit dem Puderzucker leicht steif schlagen (Handrührgerät), dann Zitronensaft dazu und 10 Minuten (!) auf höchster Stufe ganz steif schlagen. (Wieder kostenloses Workout, zumindest für die Arme)

Nun mit Hilfe einer Spritztülle die Lebkuchen-Bauteile zusammensetzen und festkleben. Je nachdem welchen Aufsatz ihr verwendet, kann man auch noch eine schöne Schneedeko mit dem Zuckerguss spritzen. Verzieren könnt ihr das Haus mit allem, was sich kleben lässt: Schokolade, Plätzchen, Taler, Gummibärchen usw. Am Rand der Bodenplatte könnt ihr einen Zaun aus kleinen Butterkeksen bauen, verziert mit silbernen Perlen, durch gesiebten Puderzucker entsteht frisch gefallener Schnee usw. Bitte vergesst den Schornstein nicht z.B. mit gerollten Waffeletten, auf die ihr die Watte kleben könnt. Wer es krachen lassen will, der baut ziemlich zu Anfang eine kleine Lichterkette oder einen Leuchtdraht in das Hexenhäuschen ein, wobei das Kabel hinten rausgeht, damit es heimlich eingeschaltet werden kann. Noch besser, wenn sie blinkt 😉

Bei uns zu Hause gibt es immer viele Hände, die helfen wollen beim Dekorieren, Naschen, Verzieren, was wohl an der kleinen Regel liegt, die ich aufgestellt habe:
Wer beim Lebkuchenhaus nicht mithilft, der putzt! 🙂

In diesem Sinne, wünsche ich euch allen ganz viel Spaß beim Nachbacken und fröhliche Weihnachten!
Eure Heike aus dem Kreativ-Team